Sie brachten den fast ertrunkenen Hund eilig in die Klinik der Einrichtung. Der diensthabende Arzt von St. Clair räumte sofort einen Untersuchungstisch frei und wickelte das eiskalte Tier in warme, trockene Decken. Er prüfte den Puls und schüttelte grimmig den Kopf. „Ich kann seine Atmung vorerst stabilisieren“, sagte der Arzt leise. „Aber er ist stark unterkühlt, und seine Lungen sind voller Wasser. Wir brauchen schnell einen Tierarzt mit echtem Fachwissen.“
Kelly trat aus dem Behandlungsraum hinaus, um nach John zu sehen. Er saß auf den Stühlen im Flur, den Kopf in seine schwieligen Hände vergraben, und weinte in die stille Nacht hinein. Das Trauma, das Tier beinahe verloren zu haben, hatte offensichtlich etwas tief in seiner stillen Welt zerbrochen.
Es war ein Wettlauf gegen die Zeit. Sollte der Hund heute Nacht sterben, würde sich John vielleicht für immer zurückziehen. Gerade als alle Hoffnung verloren schien, flogen die Türen der Praxis auf. Der örtliche Tierarzt traf ein, von Kopf bis Fuß vom Sturm durchnässt. Zwei qualvolle Stunden lang warteten sie in absoluter Stille.