Der Raum veränderte sich, bevor jemand verstand, warum. Claire sah, wie es Reihe für Reihe geschah. Ein Cousin hörte auf zu singen. Eine Nachbarin berührte den Ärmel ihres Mannes. Ihre Schwester drehte sich um, runzelte die Stirn und wurde blass. Ihre Mutter gab ein Geräusch von sich, an das sich Claire länger als an den Aufprall erinnern würde.
Auf der Kanzel umklammerte Colin das Rednerpult. Eine Sekunde lang zeigte sein nacktes Gesicht keine Erleichterung, keine Freude, sondern Berechnung. Dann versuchte er, es mit Tränen zu überspielen.
„Claire“, sagte er und stieg ab. „Wo bist du gewesen?“ Elise Grant kam aus dem Seitenschiff und zwei Beamte in Zivil folgten ihr. Der Priester stand ganz still neben dem Sarg. Claire betrachtete den polierten Deckel und stellte sich vor, wie der Mann, den sie liebte, sie beinahe dort eingesperrt hätte.
„Nun, Sie hatten es anscheinend sehr eilig, mich loszuwerden“, sagte sie. Colin schüttelte den Kopf, aber seine Augen hatten begonnen, nach Ausgängen zu suchen. „Ich dachte, du wärst weg, Claire.“ „Nein“, sagte Claire. „Du wolltest, dass ich es bin.“ Die Polizeibeamten erreichten ihn, bevor er den Gang erreichte.