Der Timer des Backofens surrte, ein scharfes, häusliches Geräusch, das die Stille in der Küche durchbrach. Isabella zog die selbstgemachte Lasagne aus dem Ofen, ihr reichhaltiger, warmer Duft erfüllte den Raum, den sie am Nachmittag gründlich geputzt hatte. Sie stellte sie auf den Herd – Tyler’s Lieblingsessen, das er zur Feier seines bisher größten Immobilienerwerbs zubereitet hatte. Acht Jahre lang war dies ihre Domäne gewesen. Sie war die Architektin seines Komforts und der stete Anker hinter seinem steigenden Erfolg.
Dann klickte die Eingangstür auf. Tyler löste seine Krawatte nicht; er ging geradewegs zu dem polierten Mahagonitisch und setzte sich mit einer klinischen, erschreckend ruhigen Gelassenheit. Es gab kein explosives Argument, nur eine kalte Ankündigung: Er hatte sich nicht mehr in sie verliebt. Er behauptete, er brauche eine einvernehmliche Trennung, um „sich selbst zu finden“
„Ich verstehe das nicht, Tyler“, flüsterte Isabella und ihre Hände zitterten. „Lass es mich in Ordnung bringen. Sag mir, was los ist.“ Tyler stand langsam auf, in seinen Augen glitzerte etwas, das wie echte, schmerzhafte Tränen aussah. „Du kannst es nicht in Ordnung bringen“, murmelte er und drückte sanft ihre Schulter.
„Ich brauche etwas frische Luft. Ich werde in einem Hotel in der Innenstadt übernachten, damit wir beide das in Ruhe verarbeiten können.“