Sie wurde für tot erklärt – bis sie zu ihrer eigenen Beerdigung ging..

An einem Freitagmorgen, etwas mehr als ein Jahr nachdem sie das letzte Mal gesehen worden war, legte June einen schwarzen Mantel auf das Bett. „Du kannst deine Meinung noch ändern“, sagte sie. Claire betrachtete sich im Spiegel. Sie trug immer noch eine Verfärbung von einem alten Bluterguss in der Nähe ihres Kiefers und einen dünnen Kratzer unter einem Auge.

Elise Grant fuhr sie in einem zivilen Wagen nach St. Agnes. Sie kamen durch die Seitengasse an, nachdem die Trauernden hineingegangen waren. Der Regen zog leise über den Kirchhof. Durch die Steinmauer konnte Claire die erste Hymne hören, die für sie angestimmt wurde, und die Stimmen zitterten bei den Worten, die ihnen vorgetragen worden waren.

„Meine Mutter ist da drin“, sagte Claire. „Ich weiß“, erwiderte Grant. „Meine Schwester glaubt, sie begräbt mich.“ „Ich weiß.“ Claire fragte sich fast, ob es nicht barmherziger wäre, umzukehren, nur um ihren Lieben die hässliche Wahrheit zu ersparen, die noch auf sie zukam. Dann hörte sie seine Stimme aus dem Inneren der Kirche, ruhig und verletzt, die allen zu erzählen begann, was Claire ihm bedeutet hatte. Ihre Hand schloss sich um den Griff der Kirchentür. Sie öffnete sie.