Ein Mann folgt einer Spinnenspur in einen großen Baum – als er genauer hinsah, lief es ihm eiskalt den Rücken hinunter

Am folgenden Abend wanderte David in den dichten Wald im Hinterland. Die Luft war schwer vom Geruch feuchter Erde und verrottender Blätter, während er sich über die felsigen Bergrücken bewegte. Er baute sein Zelt in der Nähe einer Reihe von zurückweichenden Hochwasserbecken auf und passte die Einstellungen seiner Kamera an. Er leuchtete mit seiner starken Taschenlampe über die schlammigen Ufer und begann, nach den unverwechselbaren, breiten, außerirdisch anmutenden Fußabdrücken zu suchen, die eine schwere, kriechende Salamanderart hinterlassen hatte.


In der ersten Stunde blieb der Waldboden hartnäckig leer. Dann, nahe dem Fuß eines massiven Bergrückens, fiel der Strahl seiner Taschenlampe auf eine seltsame, glitzernde Bewegung zwischen den Blättern. Er beugte sich vor und erwartete den nassen Schimmer eines Amphibienschwanzes.


Stattdessen stockte ihm der Atem. Es war eine Spinne. Dann noch eine. Dann Tausende von ihnen. Millionen von Spinnen marschierten Schulter an Schulter und bildeten eine hochdisziplinierte, vier Zoll breite lebende Straße über das Moos. Es war ein pulsierender, stiller Fluss aus Schwarz und Silber, der sich mit absolutem, furchteinflößendem kollektivem Ziel vorwärtsbewegte.