Er mietete das billigste Auto auf dem Parkplatz. Sehen Sie, was er im Handschuhfach gefunden hat…

Im vierten Monat hatte Daniel sich fast abgewöhnt, daran zu denken. Dann rief Frank an und bat ihn, hereinzukommen. Der Anwalt hatte die Überprüfung abgeschlossen. Das Unternehmen hatte getan, was es konnte: frühere Unternehmen kontaktiert, den Nachlass aufgespürt, mögliche Erben benachrichtigt und die formale Anspruchsfrist abgewartet. Nichts Handfestes hatte sich ergeben. Die Uhr war nie als Firmeninventar aufgeführt worden, als die Limousine in den Fuhrpark aufgenommen wurde, und niemand hatte sich mit Unterlagen gemeldet, die aussagekräftig genug waren, um den Besitz zu belegen. Es war vielleicht überraschend, dass die Autovermietung nicht versuchte, die Angelegenheit im juristischen Nebel zu begraben. Frank teilte Daniel mit, dass das Unternehmen den Verkauf transparent abwickeln und den Erlös mit ihm teilen wolle, da er den Gegenstand sofort gemeldet, während des gesamten Verfahrens kooperiert und nie versucht habe, den Fund zu verheimlichen.

Daniel starrte ihn mehrere Sekunden lang an, bevor er die einzig vernünftige Frage stellte: „Ist das Ihr Ernst?“

Sie gaben die Uhr bei einem angesehenen Auktionshaus ab, das sich auf alte Uhren spezialisiert hatte. Die Katalogfotos ließen das zerkratzte alte Objekt von der Raststätte fast königlich aussehen. Die Gebote begannen vorsichtig, um dann schnell anzusteigen. Den Sammlern gefielen das Modell und die Gestaltung des Zifferblatts, und auch die Geschichte konnte nicht schaden. Als der Hammer schließlich fiel, lag der Preis bei 312.000 Dollar. Nach Abzug von Provision, Gerichtskosten und der vereinbarten Aufteilung belief sich Daniels Anteil auf etwas mehr als 146.000 Dollar.

Diese Art von Geld macht in Milliardärskreisen keine Schlagzeilen. Aber für Daniel, der das Jahr damit verbracht hatte, mit Reparaturen, verspäteten Rechnungen und der ständigen Überlegung, ob es wirklich reicht, zu jonglieren, fühlte es sich unwirklich an. Zuerst bezahlte er seine Schulden. Dann ersetzte er sein totes Auto durch eines, das ihm tatsächlich gehörte. Dann leistete er eine Anzahlung auf ein kleines Stadthaus mit einer schmalen Küche und einem Feigenbaum im Garten. Er wartete darauf, wieder pleite aufzuwachen. Aber die Zahlen blieben, wo sie waren.