Die Stille breitete sich aus. Darren sah sich um und merkte zu spät, dass das Gespräch nicht mehr privat war. „Claire, mach das nicht hier.“ Sie hätte fast gelacht. Er hatte sie vor allen gedemütigt, aber die Wahrheit sollte offenbar in einer Ecke stattfinden.
Vivians Stimme blieb professionell. „Darren, wir werden das am Montag in aller Form besprechen.“ „Das ist nicht fair“, sagte er schnell. „Sie ist meine Frau. Wir reden über die Arbeit. Vielleicht hat sie ein paar Ideen von mir aufgeschnappt.“ Da sah Claire ihn an, sah ihn wirklich an. Der Mann, den sie vor Vorstellungsgesprächen gecoacht hatte. Der Mann, dessen Selbstvertrauen sie Stück für Stück aufgebaut hatte. Der Mann, der sie als nutzlos bezeichnet hatte, weil er dachte, sie würde immer schweigen.
„Nein, Darren“, sagte sie. „Jahrelang hast du Ideen von mir aufgeschnappt.“ Sein Gesicht verhärtete sich. „Du überreagierst.“ Claire wandte sich stattdessen an Vivian. „Ich will kein Drama. Ich will, dass meine Arbeit richtig gewürdigt wird.“ Vivian nickte. „Das scheint mehr als vernünftig.“ Darren starrte seine Chefin an, dann Claire, als ob er darauf wartete, dass jemand die Welt wieder in Ordnung brachte. Aber die Normalität war auf Claires Schweigen aufgebaut worden. Und sie war fertig damit, es zu verraten.