Der Sturm hatte den verlassenen Steinbruch der Ziegelei in ein tückisches Labyrinth aus glitschigem rotem Schlamm und verrostetem Industrieeisen verwandelt. Valorian bewegte sich wie eine Maschine, die Nase fest an den eiskalten Boden gepresst, völlig unbeeindruckt von den scharfen Dornen, die ihm die Haut aufrissen. Der Polizeispürhund, ein hoch trainierter Deutscher Schäferhund, winselte und hatte Mühe, mit dem rasanten Tempo des Pitbulls Schritt zu halten.
Tief in einer Mulde aus überwucherten Kiefern blieb Valorian stehen. Sein ganzer Körper erstarrte wie Stein. Seine Ohren lagen flach am Kopf an, und seine Lefzen waren zurückgezogen, sodass eine Reihe scharfer, glänzend weißer Zähne zum Vorschein kam. Unter einer verrottenden grünen Plane, die mit schweren Steinen beschwert war, fanden die Ermittler das Lager. Weggeworfene Bonbonpapierchen, ein kleines, schlammgetränktes rosa Haarbändchen und eine schwere Rolle Industrieklebeband.
„Er hatte sie hier draußen in der eisigen Kälte versteckt“, flüsterte Vance, dessen Gesicht sich vor Wut verdunkelte, während er über Funk die Spurensicherung anforderte. „Der Hund muss seine Leine zerrissen haben, das Kind auf den Rücken gezogen haben, während der Verdächtige weg war, und sie den ganzen Weg bis in die Stadt getragen haben.“