Claire fuhr am Samstagmorgen unter einem tiefgrauen Himmel ab. Colin stand in seinem Morgenmantel in der Tür und hob eine Hand, als sie sich umdrehte. Er sah müde und gewöhnlich aus. Einen Moment lang wollte Claire zurück ins Haus gehen und mit ihm über all die lächerlichen Zweifel sprechen, die sie hegte. Aber dann meinte sie, das könne warten, bis sie zurück sei.
Zehn Meilen vor dem Haus wurde der Regen stärker. Claire bog auf die Ravensmere Road ab, weil Colin erwähnt hatte, dass die Autobahnausfahrt gesperrt war. Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht, nachzusehen, denn er war in solchen Dingen immer sehr penibel gewesen. Die erste Kurve kam sanft.
Die zweite tauchte zum See hin ab. Als Claire auf die Bremse trat, sank das Pedal zu weit unter ihren Fuß. Sie drückte erneut. Der Wagen wurde langsamer, aber nur ein wenig. Die Panik kam in einer einzigen harten Welle. Sie packte das Lenkrad, lenkte vom Abgrund weg und steuerte den Wagen auf den schlammigen Randstreifen zu. Es gab ein Scharren, einen brutalen Ruck, und dann war es still. Der Motor tickte schwach. Regen hämmerte auf das Dach. Claire saß wie erstarrt, beide Hände um das Lenkrad geklammert, und wartete auf den Beweis, dass sie noch am Leben war.