Als die historische Sturzflut das ländliche Tal vollständig überschwemmte, stellte sie die unterirdische Landschaft gewaltsam auf den Kopf. Als sich die reißenden Fluten schließlich zurückzogen, tauchten nach und nach faszinierende Berichte in lokalen Online-Foren auf. Der immense, lokal begrenzte Druck des Flusses hatte riesige Felsbrocken im Flussbett umgestürzt und dabei die seltensten und scheuesten Bewohner des Tals vertrieben: den Östlichen Riesenmolch.
Von den Einheimischen liebevoll als „Flussmonster“ oder „Schlammteufel“ bezeichnet, werden diese uralten, prähistorisch anmutenden Amphibien bis zu zwei Fuß lang und leben völlig verborgen unter tiefen Flusssteinen. Für einen erfahrenen Naturfotografen wie David war diese Nachricht eine einmalige Gelegenheit.
Da Hellbender streng nachtaktiv und ausschließlich im Wasser lebend sind, war es ein absoluter Traum, einen zu erwischen, der im Landesinneren in einem vorübergehenden Waldteich gestrandet war. David packte seine speziellen Makroobjektive, schweren Stative und wasserdichten Stiefel ein, belud seinen Pick-up und fuhr direkt in das abgelegene Tal, entschlossen, ein echtes Flussmonster zu dokumentieren, bevor das austrocknende Gelände die Tiere zurück in den Hauptflusskanal treiben würde.