Die Flugbegleiterin starrte mich ununterbrochen an – dann schob sie mir einen Zettel zu, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ 

Da sie Antworten brauchte, drückte Clara den Rufknopf für die Flugbegleiterin. Die Frau erschien innerhalb von dreißig Sekunden, was Clara zeigte, dass sie aktiv auf das Signal gewartet hatte. „Kann ich Ihnen etwas bringen?“, fragte die Flugbegleiterin. Ihre Stimme klang völlig normal, höflich und professionell. Hätte jemand von der anderen Seite des Ganges zugesehen, hätte er gedacht, sie würde nur routinemäßig nachfragen, ob jemand noch Wasser möchte. Doch ihre Augen schrien.


„Ich habe Ihre Notiz bekommen“, sagte Clara leise, wobei sie ihre Stimme kaum über ein Flüstern erhob. „Was hat das zu bedeuten?“ Der Gesichtsausdruck der Frau veränderte sich kein bisschen. Sie antwortete nicht. „Kann ich Ihnen noch etwas bringen? Ich bin gleich wieder da.“ Sie drehte sich um und ging zielstrebig in Richtung der Bordküche im hinteren Teil des Flugzeugs.


Clara saß eine quälend lange Sekunde lang da, schluckte schwer und löste ihren Sicherheitsgurt. Voller Angst davor, was passieren könnte, wenn sie nicht gehorchte, stand sie auf und ging den Gang entlang.