In der Kabine des Fluges 1742 ab Denver war ein leises, rhythmisches Brummen der Triebwerke zu hören, als das Flugzeug auf einer Höhe von 35.000 Fuß in den Horizontalflug überging. Für Clara Vance, eine 38-jährige alleinstehende Frau, die nach Nashville zurückflog, sollte die Reise eigentlich reine Routine sein. Doch sie war emotional ausgelaugt, nachdem sie vier intensive Tage in Colorado verbracht hatte, um der Hochzeit ihrer jüngeren Schwester beizuwohnen.
Hochzeiten hatten die seltsame Art, an losen Fäden zu ziehen, von denen die Menschen gar nicht wussten, dass sie sie noch hatten, und Claras Kopf fühlte sich benebelt an, weil sie zu wenig geschlafen hatte. Fast unmittelbar nachdem sie das Flugzeug betreten und ihren Sicherheitsgurt angelegt hatte, gewann die schiere Last der Erschöpfung die Oberhand.
Noch bevor das Flugzeug den ersten Steigflug beendet hatte, lehnte Clara ihren Kopf gegen das kalte Fenster, schloss die Augen und ließ sich in einen tiefen, unruhigen Schlaf gleiten. Sie nahm die Geräusche, mit denen sich die Kabine auf den Flug einstellte, überhaupt nicht wahr und bemerkte die subtile Veränderung, die sich nur wenige Reihen entfernt abspielte, überhaupt nicht.