Claras Schlaf war unruhig, geprägt von beunruhigenden Träumen, in denen sie endlose Flughafenflure entlangging. Als sie einige Zeit später plötzlich hochschreckte, war die Kabinenbeleuchtung für den Reiseflug bereits gedimmt worden. Die Luft in der Aluminiumröhre fühlte sich kälter und dünner an.
Desorientiert rieb sich Clara das Gesicht und blinzelte gegen die Schatten, um ihre verschwommene Sicht zu klären. Instinktiv blickte sie nach vorne ins Flugzeug, um die Flugbegleiter ausfindig zu machen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wo sie sich auf der Strecke befanden.
Stattdessen fiel ihr Blick auf die vordere Bordküche. Die Flugbegleiterin, die in ihrem Bereich gearbeitet hatte, stand völlig regungslos unter dem grellen Licht der Bordküche und starrte direkt den Gang hinunter auf Clara. Selbst aus mehreren Reihen Entfernung konnte Clara erkennen, dass die Frau sichtlich verstört wirkte – ihr Mund war zu einer straffen, starren Linie gepresst, und ihre Augen waren weit aufgerissen, intensiv und unbeweglich. Clara senkte sofort den Blick auf ihren Schoß, und ihr schnürte sich die Kehle zu.