Rex stürzte sich auf Zoe. Es war kein spielerischer Sprung. Der plötzliche Ansturm des Hundes drückte sie rückwärts gegen die Küchentheke, und sie blieb nur aufrecht stehen, weil ihre Hände rechtzeitig die Kante fanden.
Die Obstschale aus Keramik kippte um und zersprang auf den Fliesen. Zoe schrie auf. George, der zwei Meter entfernt gestanden hatte, das Telefon ans Ohr gepresst, durchquerte den Raum in zwei Schritten, packte Rex am Halsband und riss ihn zurück. Der Hund jaulte nicht und wich nicht zurück. Er stemmte sich mit allen vier Pfoten ab, hielt den Blick auf Zoe gerichtet, den Schwanz steif, den Atem schnell durch die Nase strömend.
Draußen schlug eine Autotür zu. Durch das Milchglas der Eingangstür konnte George das Flackern blauer Lichter sehen. Er blickte zu seiner Frau, die sich an die Arbeitsplatte presste, eine Hand auf der Brust, das Gesicht völlig blass – und dann auf das Telefon, das er noch in der Hand hielt, die Verbindung noch immer hergestellt. Er hatte vor weniger als drei Minuten den Notruf gewählt. Jetzt war die Polizei da, Rex benahm sich wie ein völlig anderes Tier, und Zoe sah ihn mit einem Ausdruck an, den er überhaupt nicht deuten konnte …