Eine Woche später traf Elias Grants betagte Nichte in der Parkverwaltung ein. Mara saß mit ihr in einem separaten Büro und schob ihr behutsam den goldenen Ehering über den Tisch, gefolgt von den entwickelten Fotos. Die Frau nahm den Ring an sich, ihre Finger zitterten, als sie ihn an ihre Handfläche drückte. Sie schloss die Augen, Tränen bahnten sich ihren Weg über ihre vom Leben gezeichneten Wangen.
„Sechzig Jahre lang flüsterten die einen, er sei gestorben, und andere, er habe sie im Stich gelassen“, sagte die Nichte leise. „Anna starb in dem Glauben, er würde zu ihr zurückkehren – bis zu ihrem letzten Tag.“ Sie blickte zu Mara auf, ein bittersüßes Lächeln umspielte ihre Lippen. „Aber er war ein Held. Er hat nur versucht, nach Hause zu kommen.“
Wochen später wurde der Höhleneingang hinter einer schweren, unauffälligen Stahlbarriere dauerhaft versiegelt. Das eingewickelte Bündel blieb genau dort, wo es vor Jahrhunderten abgelegt worden war, bewacht vom Stein und der Erinnerung an den Mann, der alles gegeben hatte, um es zu schützen. Harlan war Jahrzehnte zuvor gestorben, als er vor einem Gerichtsverfahren floh. Doch als Mara am Aussichtspunkt stand und beobachtete, wie die Sonne hinter dem Rand des Canyons versank, wusste sie, dass seine Anonymität nicht gewahrt geblieben war. Das Geheimnis wartete nur darauf, dass der Stein endlich die Wahrheit preisgab.