Mann gräbt eine Halskette in seinem Garten aus – die Reaktion des Juweliers verblüfft ihn

„Woher haben Sie das?“ Fragte Ackermann. Seine Stimme war gleichmäßig, aber die Stille, die folgte, hatte etwas, das Gerald ein wenig aufrechter stehen ließ. Gerald erklärte es. Ackerman hörte ohne Unterbrechung zu, was an sich schon ungewöhnlich war; nach Geralds Erfahrung sprachen Juweliere ständig und füllten die Stille mit Bewertungen und Beteuerungen. Ackerman sagte nichts, bis Gerald geendet hatte. Dann fragte er, ob er den Anhänger mit nach hinten nehmen könne. Gerald wartete fast eine Viertelstunde am Tresen. Durch die halb geöffnete Tür hörte er das leise Ticken von abgestellten Instrumenten und das Rascheln von etwas, das vielleicht Nachschlagewerke gewesen sein könnten. Als Ackermann zurückkam, hatte er eine Juwelierlupe und ein Blatt Papier dabei, auf das er nichts geschrieben hatte.

„Die Kette ist aus achtzehnkarätigem Gold“, sagte er, „was nicht besonders alt oder ungewöhnlich ist. Aber der Anhänger ist etwas anderes.“ Er legte die Lupe auf den Tresen. „Die Metallarbeit am Rand – diese erhabenen Punkte – nennt man Granulation. Eine ganz besondere Technik. Sie wurde von einigen antiken Handwerkern verwendet und ging nach dem Fall Roms weitgehend verloren. Im frühen neunzehnten Jahrhundert tauchte sie kurzzeitig wieder auf, als es eine Mode für archäologischen Schmuck gab, die hauptsächlich von einem römischen Goldschmied namens Castellani vorangetrieben wurde.“ Er hielt inne. „Aber das sieht nicht wie eine Castellani-Reproduktion aus. Die Körnung ist zu unregelmäßig. Von Hand gemacht, ohne moderne Werkzeuge.“

Gerald sah sich den Anhänger an. „Wie alt ist er?“, fragte er.

Ackerman überlegte seine Antwort mit sichtlicher Sorgfalt. „Das“, sagte er, „ist genau das, was wir vielleicht herausfinden müssen.“