In der obersten Etage ändert sich das Gefühl für die Entfernung völlig. Das Glas umgibt den Raum in alle Richtungen und gibt den Blick frei auf den Pazifischen Ozean, den Hafen von Huntington und den San Gabriel River, der sich unter uns durch die Landschaft zieht. Autos sahen von dort oben winzig aus. Menschen verschwanden völlig. Und genau in der Mitte des Raumes befand sich etwas noch Unerwartetes: Eine runde Feuerstelle war direkt auf dem Granitboden in der Mitte des Raumes errichtet worden.
In der Nähe leuchtete ein 175-Gallonen-Fischbecken sanft an den holzgetäfelten Wänden und spiegelte die gleichen Blautöne wie das Meer draußen wider. Nichts in diesem Raum wirkte überladen. Alles hatte Platz um sich herum. Selbst die Stille schien dort oben größer zu sein. „Man hört den Wind mehr als die Stadt“, erklärte sie. Und sie hatte Recht. Je höher man im Turm stand, desto weniger fühlte man sich mit den Straßen darunter verbunden. Nicht wirklich isoliert – nur so weit entfernt, dass alles da unten seine Dringlichkeit verlor.
Eine Zeit lang sagte niemand viel. Wir standen einfach an den Fenstern und beobachteten die Boote, die sich wie langsame Punkte auf dem Wasser durch den Hafen bewegten. Und schließlich stellten wir die offensichtliche Frage. Hat sie sich jemals einsam gefühlt, wenn sie dort allein lebte?