Man erwartet nicht, dass ein Haus auf diese Weise gebaut wird. Nicht inmitten eines gewöhnlichen Viertels, in dem alles andere niedrig bleibt. Der Turm erhebt sich über die umliegenden Häuser wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Dunkle Holzbalken kreuzen sich unter ihm und heben das gesamte Bauwerk hoch über die Straße, während sich weit unter den Fenstern Palmen wiegen. Auf den ersten Blick sieht es nicht einmal nach einem Wohnhaus aus.
Eher wie ein alter Wachturm. Oder ein verlassenes Industriegebäude, das niemand abreißen wollte. Und dann fällt einem etwas Merkwürdiges auf. Es ist gepflegt. Das Holz sieht behandelt aus. Die Geländer sind sauber. Sogar die Fenster fangen das Sonnenlicht ein, ohne dass eine Staubschicht sie aufweicht. Jemand kümmert sich eindeutig um diesen Ort. Das ist der Teil, der die Leute zum Anhalten bringt. Denn zu einem Haus gehört normalerweise auch etwas dazu. Einfahrten. Vorgärten. Nachbarn auf Augenhöhe.
Bei diesem Haus ist das nicht der Fall. Er steht über allem, was ihn umgibt, und ist von den darunter liegenden Straßen auf eine Art und Weise getrennt, die fast absichtlich wirkt. Wir blieben länger in der Nähe des Sockels stehen, als wir eigentlich wollten, und versuchten zu verstehen, warum sich jemand dazu entschließt, sechzig Fuß hoch in der Luft zu leben. Und dann trat der Besitzer nach draußen.