Sie hat den Turm nicht dramatisch vorgestellt. Tatsächlich tat sie so, als wäre daran nichts Ungewöhnliches. „Wenn man erst einmal oben ist, sieht es ganz anders aus, ich kann ihn euch zeigen“, sagte sie beiläufig. Dann führte sie uns hinein. Es gibt keine normale Treppe, die sich durch das Gebäude schlängelt. Stattdessen führt ein Aufzug direkt durch die Mitte des Turms und bringt einen nach oben, während die Nachbarschaft langsam unter einem abfällt.
Je höher wir kamen, desto seltsamer wurde die Aussicht. Palmen, die vom Bürgersteig aus hoch aussahen, befanden sich plötzlich unterhalb der Augenhöhe. Die Dächer verflachten zu sauberen Reihen. Die Straßen wurden ruhig und weit entfernt. Und dann öffneten sich die Türen. Das Innere war nicht so beengt oder industriell, wie wir erwartet hatten. Es fühlte sich gepflegt an. Warmes Holz umhüllte die runden Räume, so poliert, dass der Raum im Nachmittagslicht fast glühte. Die geschwungenen Wände und die eingebauten Details wirkten nicht improvisiert oder alt.
Alles sah gepflegt aus. Nicht inszeniert. Nicht luxuriös. Einfach nur gepflegt. Und je höher wir kamen, desto mehr fühlte sich die Stadt unter uns nicht mehr mit dem Haus verbunden.