Studie zur viertägigen Arbeitswoche ist ein Erfolg

four-day work week

Die Ergebnisse des Versuchs zeigten eine geringere Stress- und Krankheitsrate bei Mitarbeitern

In Großbritannien erwies sich ein Pilotprojekt, das mit der Vier-Tage-Woche experimentierte, als Erfolg. Es nahmen 61 Unternehmen aus verschiedenen Branchen teil. Die teilnehmenden Unternehmen setzen die Praxis der kürzeren Wochenarbeitszeit sogar fort, da ihre Mitarbeiter weniger Stress und Krankheiten aufwiesen.

Forschung

Im Januar 2022 starteten einundsechzig Unternehmen in Großbritannien einen Versuch mit einer Vier-Tage-Woche, bei der sie den Arbeitnehmern einhundert Prozent ihres Lohns im Austausch für achtzig Prozent ihrer Zeit geben würden. Von den Arbeitnehmern wurde erwartet, dass sie sich verpflichten, einhundert Prozent ihrer Produktivität zu erbringen. Die Forscher überwachten die Ergebnisse und untersuchten, ob die Arbeitnehmer und die Unternehmen tatsächlich von der Studie profitieren würden oder nicht. Jetzt, über ein Jahr später, liegen die Ergebnisse der Studie vor und es zeigt sich, dass die Vier-Tage-Woche ein „großer Durchbruch“ ist.

Ergebnisse

Nach Angaben von The National News nahmen 2.900 Arbeitnehmer an der Studie teil. Unter den Teilnehmern war ein signifikanter Rückgang der gemessenen Stresswerte zu verzeichnen. Auch die Zahl der Krankheitstage, welche die Mitarbeiter während der Studie in Anspruch nahmen, ging deutlich zurück. Darüber hinaus nahmen Angstzustände, Schlafprobleme und Burnout-Gefühle bei den Mitarbeitern ab. Joe Ryle, der Direktor der 4-Tage-Woche Kampagne (Partner bei der Studie), sagte gegenüber The National News: „…über eine Vielzahl verschiedener Wirtschaftszweige hinweg zeigen diese unglaublichen Ergebnisse, dass die Vier-Tage-Woche ohne Lohneinbußen wirklich funktioniert… Es ist jetzt an der Zeit, sie im ganzen Land einzuführen.“

Unternehmen

Die viertägige Arbeitswoche hat sich nicht nur für die Arbeitnehmer, sondern auch für die Unternehmen als vorteilhaft erwiesen. Der Umsatz stieg während des Versuchs um 1,4 Prozent und lag um fünfunddreißig Prozent höher als der Vorjahresumsatz im gleichen Zeitraum. Einige Mitarbeiter meinten zwar, dass die Arbeitsbelastung durch die kürzere Arbeitswoche gestiegen sei und dass sie weniger Geselligkeit an ihrem Arbeitsplatz erlebten. Aber die Forscher sagten, dass die Studie insgesamt ein „großer Durchbruch“ war. Die Studie kommt zu dem Schluss: „Die Vorteile einer kürzeren Arbeitswoche ohne Lohneinbußen sind inzwischen bekannt und gut belegt: Die Angestellten sind glücklicher und gesünder, und die [Unternehmen], für die sie arbeiten, sind oft produktiver, effizienter und binden ihre Mitarbeiter leichter an sich“.

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Quelle: The National News  | Bild: Ian Dooley