Eines Nachmittags, als Chloe bei der Arbeit war, beschloss Leo, dass er mit den Geheimnissen nicht mehr leben konnte. Die Spannung im Haus war erdrückend, und er brauchte Antworten. Er durchsuchte ihr Arbeitszimmer, sein Herz schlug wie wild in seiner Kehle, er fühlte sich schuldig und verzweifelt zugleich.
Tief in ihrer Schreibtischschublade, unter einem Stapel von Stoffmustern, fand er eine Lupe, hochauflösende Nahaufnahmen der Smaragde seiner Großmutter und einen Ausdruck eines verheerenden Polizeiberichts aus dem Jahr 1965 aus einem benachbarten Bezirk.
Als Leo den verblichenen, vergilbten Text des Jahrzehnte alten Dokuments überflog, stockte ihm der Atem. In dem Bericht wurde ein hochkarätiger Diebstahl in einem wohlhabenden Anwesen beschrieben, aber die aufgeführten Namen ließen ihm das Blut in den Adern gefrieren. Der Name von Chloes Familie stand ganz oben auf der Liste der Opfer.