Die schwere Eingangstür klappte zu, und eine plötzliche, wunderbare Stille umhüllte das Haus. Zum ersten Mal an diesem Morgen konnte Sarah endlich aufatmen. Sie hatte ihre beiden energiegeladenen Kinder erfolgreich gefüttert, angezogen und zum Schulbus gebracht. Der chaotische Wirbelwind aus verlorenen Schuhen und verlegten Hausaufgabenmappen war offiziell vorbei. Sie stapfte ins Wohnzimmer, ließ sich in die Plüschkissen des Sofas sinken und nahm die Fernbedienung des Fernsehers in die Hand.
Dies war ihre heilige Stunde, eine seltene Zeit, die sie ganz für sich allein hatte, bevor die Hausarbeit ihre Aufmerksamkeit forderte. Sie schaltete eine morgendliche Talkshow ein und ließ sich von dem vertrauten, geistlosen Getöse der Moderatoren berieseln. Knarren. Sarah hielt inne, ihr Daumen schwebte über der Lautstärketaste. Sie neigte ihren Kopf in Richtung Küche. Auf das Geräusch folgte ein schwaches, deutliches Reiben – das Geräusch eines Fensterrahmens, der sich langsam gegen die Schienen schob. Sie wartete, spitzte die Ohren, hörte aber nichts mehr.
„Nur das Haus, das sich setzt“, murmelte sie vor sich hin und lehnte sich in die Kissen zurück. „Oder der Wind, der draußen weht.“ Sie schloss die Augen und entspannte sich. Und dann passierte es..