Leo und Chloe waren seit drei Jahren unzertrennlich. Sie lernten sich bei einer Benefizveranstaltung einer örtlichen Kunstgalerie kennen und verband die gemeinsame Liebe zu Geschichte, antiker Handwerkskunst und alter Architektur. Sie war eine Restauratorin für alten Schmuck mit einem Herz aus Gold.
Ihre Beziehung war immer mühelos und beruhte auf absolutem Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Als Leo ihr im letzten Winter einen Heiratsantrag machte, war das der glücklichste Tag seines Lebens. Sie begannen sofort mit der Planung einer wunderschönen, intimen Hochzeit, aber die harte Realität holte sie schnell wieder ein.
Als die Angebote der Anbieter eintrudelten, begann ihr Traum zu platzen. Das Catering, der Veranstaltungsort, die Blumen – das alles kostete das Doppelte ihres Budgets. Chloe war untröstlich und schlug leise vor, die Hochzeit um ein paar Jahre zu verschieben. In diesem Moment kam Evelyn mit einem Wunder ins Spiel. Leos Eltern waren gestorben, als er noch klein war, und hinterließen Evelyn, seine süße, bescheidene Großmutter, die einzige feste Familie, die Leo je gekannt hatte.