In dem gestohlenen Rückzugsort der Suite 1A machten es sich Julian und Beatrice gerade gemütlich, um ihren Sieg zu genießen. Julian tippte auf den riesigen Touchscreen, um einen anspruchsvollen italienischen Film auszuwählen. Plötzlich flackerte der Bildschirm, gab einen lauten elektronischen Signalton von sich und überschrieb seine Auswahl vollständig, um stattdessen das nicht überspringbare, fünfzehnminütige Begrüßungs- und Sicherheitsvideo der Fluggesellschaft abzuspielen. Er drückte wie wild auf die Zurück-Taste, doch der Monitor ignorierte seine Berührung völlig.
Das Sicherheitsvideo lief unerbittlich weiter, kommentiert von einer fröhlichen Frau, die sichtlich Freude daran zu haben schien, die Lage der Notausgänge zu erklären. Genau in diesem Moment erfüllte ein lautes mechanisches Surren die Kabine. Das luxuriöse Liegesitz, das Julian gerade zurücklehnen wollte, glattete sich langsam aus und klappte sich dann mit absoluter Gelassenheit wieder in eine aufrechte, starre Fahrposition mit festem Rücken zurück. Julian griff nach den Bedienelementen an der Armlehne, doch sie funktionierten nicht mehr.
Beatrice schnappte nach Luft, als ihr eigener Sitz mechanisch zuckte und sie in eine unangenehm aufrechte Haltung zwang. Durch den schmalen Spalt in der Trenntür – die Sarah per Fernsteuerung in einer halb geöffneten Position verriegelt hatte – beobachteten Leo und Sarah das Geschehen vom Gang aus. Julian drückte wie ein verzweifelter, immer wütender werdender reicher Mann auf die Knöpfe, der nicht akzeptieren kann, dass eine Maschine seine Befehle ignoriert. Das Sicherheitsvideo beendete sofort seine Wiederholung und begann fröhlich von vorne.