Es machte klick, so wie sich eine falsche Antwort plötzlich in die richtige auflöst. Die Außenkameras hatten nichts gezeigt, weil es nichts zu zeigen gab – niemand hatte jemals ihre Haustür gebraucht. Yelena saß ganz still auf dem Sofa und ließ die letzten zwei Wochen in Gedanken Revue passieren.
„Der Geruch“, stellte sie laut fest und blickte in Richtung Flur. Es war dieser schwache, ungewohnte Geruch nach Waschmittel, vermischt mit Schweiß, in der Nähe des Schranks. Sie erinnerte sich an den kalten Luftzug entlang der Fußleiste, den sie auf eine undichte Dichtung zurückgeführt hatte, und Pats beiläufige Bemerkung hallte in ihren Ohren nach: Ein Kriechkeller, der unter mehreren Wohnungen verläuft und vor Jahrzehnten abgedichtet wurde. Angeblich.
Sie stand auf, ging zum Schrank hinüber und riss die Tür auf. Sie stand da und betrachtete die Zugangsklappe, die tief in der Rückwand hinter dem Staubsauger angebracht war. „Das gibt’s doch nicht“, flüsterte sie und kniete sich hin. Um den Rand herum war eine dünne, unverkennbare Spur von aufgewirbeltem Staub zu sehen. Jemand hatte sie geöffnet. Vor kurzem, und das mehr als einmal.