Ein Mann eilt herbei, um ein Nashornbaby von der Straße zu retten – Sekunden später bleibt ihm das Herz stehen

Ein tiefes, vibrierendes Grollen erschütterte plötzlich den Boden und ließ alle auf der Lichtung erstarren. Die Nashornmutter, die sich von dem Beruhigungsmittel teilweise erholt hatte, hatte sich auf die Knie geworfen. Sie stieß ein Brüllen aus, das die Luft erschütterte, einen tiefen, urwüchsigen Ton, der aus dem Kern der Erde selbst zu kommen schien.


Die Wilderer stolperten zurück und gerieten kurzzeitig in Panik, aber sie merkten schnell, dass sie kaum noch bei Bewusstsein war. Sie sahen, wie sie wieder zusammenbrach und ihre Beine unter dem Gewicht der Chemikalien nachgaben. Der Anführer warf einen Blick auf den Nordpass, seine Augen wanderten zum Horizont. Sie hatten keine Zeit, ein zweites Geschirr für sie anzulegen, und der Versuch, ein tausend Kilogramm schweres Tier zu transportieren, das während des Transports aufwachen könnte, war ein Todesurteil für ihr Unternehmen.


Da das Risiko, auf eine Patrouille zu stoßen, von Sekunde zu Sekunde stieg, beschlossen sie, sie aufzugeben. „Vergessen Sie sie“, spottete der Anführer, packte das Kalb an den Ohren und zerrte es zum hinteren Teil des Lastwagens. „Sie ist eine zu große Belastung.“ Sie traten Elias kräftig in die Rippen, warfen ihn neben das strampelnde Kalb und knallten die schweren Metalltüren zu. Die Dunkelheit hüllte sie ein, der Motor heulte auf und der Truck holperte heftig über den rauen, unnachgiebigen Savannenboden.