Clara trat ruhig aus den Schatten des Pavillons hervor, während die sanfte Meeresbrise ihr Kleid umwehte. Beim Anblick von ihr geriet die Assistentin völlig in Panik, stieß ihren Stuhl um und floh in purer, unverfälschter Beschämung in die Nacht. Marcus sackte nach vorne aus seinem Stuhl und fiel praktisch auf die Knie. Er begann zu stammeln, seine Stimme brach, als er nach seinen Eltern griff.
„Mama, Papa, bitte … es ist nicht so, wie es aussieht. Es war nur ein Missverständnis. Clara, Schatz, hör mir zu …“ Sein verzweifeltes Flehen wurde jäh unterbrochen. Seine Mutter trat auf ihn zu, ihr Gesicht zu einer Mischung aus absoluter Wut und tiefem Ekel verzerrt. Bevor Marcus noch eine Silbe hervorbringen konnte, hob sie die Hand und versetzte ihm eine schallende, hallende Ohrfeige, die den gesamten Pavillon zu erschüttern schien.
Marcus schnappte nach Luft, umklammerte seine gerötete Wange und blickte völlig geschockt zu seiner Mutter auf. Sein Vater wandte ihm einfach den Rücken zu und weigerte sich, den Mann auch nur anzusehen, auf den er einst so stolz gewesen war.