Das Personal erstarrt vor Schreck, als ein Pitbull das Krankenhaus betritt und dabei Folgendes bei sich trägt…

Eine Stunde später ließ der Sturm endlich nach und hinterließ einen Geruch nach nassen Kiefern und kalter Erde. Zurück im St. Jude’s herrschte Stille in der Lobby; das Chaos der Verfolgungsjagd war einer schweren, andächtigen Stille gewichen. Die Mutter des Mädchens, Claire, war in einem Wirbel aus Tränen und Unglauben eingetroffen. Sie saß auf der Kante des Krankenhausbettes und umklammerte ihre Tochter so fest, dass es schien, als wären sie eine einzige Person.


Elena stand an der Tür, ihre OP-Kleidung mit Schlamm und Regen befleckt, und beobachtete das Wiedersehen. Sie spürte, wie sich ein schweres Gewicht an ihr Bein lehnte. Sie blickte nach unten und sah Valorian – nun offiziell als „Titan“ identifiziert –, der seinen Kopf an ihr Knie lehnte. „Die Ermittler haben die gesamte Vorgeschichte durchforstet“, sagte Vance und trat neben Elena. 


„Douglas hat Claire vor zwei Jahren den Hund gestohlen, nur um ihr wehzutun. Er dachte, er hätte den Geist des Tieres durch Angst gebrochen. Er hat nicht erkannt, dass er seiner Tochter damit den einzigen Beschützer gegeben hatte, der ihn tatsächlich aufhalten konnte.“  Claire winkte den Hund zu sich heran. Titan zögerte nicht. Er kletterte auf das Fußende des Bettes und rollte seinen vernarbten Körper um die Füße des Mädchens. Der Pitbull stieß einen langen, zufriedenen Seufzer aus und schloss schließlich die Augen. Er war keine Waffe mehr. Er war zu Hause.