Der Tierarzt sagte, ihrem Hund ginge es gut – doch später deckte die Notfallklinik diese erschreckende Wahrheit auf…

Der erste Anruf ging an die staatliche Veterinärkammer. Sie hatte sich am Abend zuvor über diese informiert und das Beschwerdeverfahren zweimal durchgelesen. Es war weder schnell noch einfach – sie musste eine schriftliche Beschwerde einreichen, Belege beifügen und sich darauf einstellen, dass das Verfahren Monate dauern würde. Sie tat es trotzdem. Sie füllte die Formulare über ein Wochenende aus, tippte einen detaillierten Bericht und fügte jedes Dokument bei, das sie hatte.

Ein paar Tage, nachdem sie die Beschwerde eingereicht hatte, schrieb sie in einem lokalen Forum für Tierhalter über ihre Erfahrungen – ohne die Klinik namentlich zu nennen, sondern nur allgemein zu beschreiben, was passiert war, und zu fragen, ob dort noch jemand andere Erfahrungen mit verspäteten oder falschen Diagnosen gemacht hatte. Am nächsten Morgen hatte sie bereits drei private Nachrichten erhalten. Zwei davon stammten von Menschen, die Patienten in Dr. Harmons Klinik gewesen waren.

Ein auf tierärztliche Behandlungsfehler spezialisierter Anwalt namens Marcus Fields erklärte sich bereit, eine Beratung durchzuführen. Er sprach Klartext: Fälle wie dieser seien nicht einfach. Sie müsse nachweisen, dass Dr. Harmon vom anerkannten Behandlungsstandard abgewichen sei und dass dies unmittelbar zu einem Schaden geführt habe. Dr. Singh hatte dies bereits in ihrem Bericht dokumentiert. Das war hilfreich.