Seine Frau warf immer wieder das Essen seiner Mutter weg – dann installierte er eine Überwachungskamera, nur um das hier zu sehen…

David verbrachte den nächsten Abend damit, eine Woche lang gespeicherte Überwachungsaufnahmen durchzugehen. Ein beunruhigendes Muster zeichnete sich deutlich ab. Jedes einzelne Gericht, das aus der Küche seiner Mutter stammte, landete innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach seiner Ankunft im Außenmüll. Nichts, was im Laden gekauft oder in Restaurants bestellt worden war, wurde jemals weggeworfen.

Er öffnete eine leere Notiz auf seinem Handy und tippte eine düstere Auflistung ein. „Weichkäse. Aufschnitt. Thunfischauflauf. Der Rindfleischeintopf vom Sonntag.“ Alles war am nächsten Abend verschwunden, völlig unberührt. „Was macht sie da?“, murmelte er vor sich hin und starrte auf die immer länger werdende Liste der abgelehnten Mahlzeiten.

Verzweifelt versuchte er, einen roten Faden zu finden, der die Liste zusammenhielt, scheiterte jedoch. Es lag nicht an abgelaufenen Lebensmitteln, da er die Haltbarkeitsdaten selbst überprüft hatte. Es lag auch nicht daran, dass Renata die Rezepte nicht mochte oder Allergien hatte; sie hatte Varianten genau dieser Gerichte schon oft gerne gegessen. Völlig ratlos schloss er die App.