Zwei Wochen später, an einem ruhigen Sonntagnachmittag, teilten sie Diane die Neuigkeiten mit. Renata hatte darauf bestanden, dass alles streng nach ihren eigenen Vorstellungen ablief – keine aufwendige Dinnerparty, keine dramatischen Ankündigungen, nur die drei, die zusammen im Wohnzimmer saßen. „Mama, wir haben Neuigkeiten“, begann David und hielt Renatas Hand.
In Dianes Gesicht zogen in rascher Folge verschiedene Gefühle über, bevor es sich zu einem Ausdruck milderte, den David seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Er war völlig ungekünstelt und aufrichtig. Sie streckte die Hand über den Couchtisch aus, wobei sie David völlig ignorierte, und umklammerte Renatas Hand fest. „Oh, meine Liebe“, flüsterte Diane, während sich Tränen in ihren Augen sammelten.
„Wir sind in der vierzehnten Woche“, sagte Renata. Diane nickte schweigend und stellte keine Fragen dazu, warum sie es ihr nicht schon früher gesagt hatten. David beobachtete, wie sich die angespannten Schultern seiner Frau endlich entspannten. Zum ersten Mal seit Monaten hütete sie kein Geheimnis mehr. David schwor sich, ihr von nun an mehr Aufmerksamkeit zu schenken – mit aufrichtiger Liebe.