Die Flugbegleiterin starrte mich ununterbrochen an – dann schob sie mir einen Zettel zu, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ 

Clara schlang beide Hände um den warmen Pappbecher, nahm einen langsamen Schluck und versuchte verzweifelt, die bedrückende Anspannung aus ihrem Kopf zu vertreiben. Der Kaffee war heiß, doch er trug nichts dazu bei, die plötzliche Kälte zu vertreiben, die sich über ihre Sitzreihe gelegt hatte.


Sie starrte geradeaus und versuchte, nicht zurück in Richtung Bordküche zu blicken, doch die Stille in der Kabine kam ihr plötzlich unglaublich bedrückend vor. Jedes noch so leise Geräusch – das Klirren von Eiswürfeln ein paar Reihen weiter vorne, das leise Rauschen eines Films, der auf dem Tablet eines Passagiers lief – schien verstärkt und durch ihre eigene wachsende Angst verzerrt.


Sie warf einen Blick auf den Passagier neben ihr, in der Hoffnung auf einen normalen, beruhigenden Kontakt, doch er schlief tief und fest unter seiner Decke. Clara fühlte sich völlig isoliert, gefangen in einer Blase aus bizarrer, unerklärlicher Feindseligkeit. In ihrem Kopf schwirrten immer irrationalere Theorien herum, ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen, während sie überlegte, ob sie einfach den Kopf unten halten sollte, bis sie Tennessee erreichten.