Ein kleines Fischerboot folgte einem riesigen Fischschwarm in dichten Nebel hinein. Als sich der Nebel schließlich lichtete, wurde ihnen ihr schwerwiegender Fehler bewusst. 

Bevor Min-ho eine Entscheidung treffen konnte, begann sich der dichte Meeresnebel unter der Mittagssonne plötzlich zu lichten. Der schwere graue Nebel löste sich auf und rollte wie ein Vorhang zurück, um ihre Umgebung freizugeben. Min-ho schaltete den Motor sofort in den Leerlauf. Das Boot trieb langsam und im Leerlauf zum Stillstand.


Sie befanden sich nicht mehr auf offener See. Nur wenige hundert Yards vor ihnen ragte steil aus dem schäumenden Wasser eine düstere, dunkle und völlig unbekannte Küstenlinie aus zerklüfteten, felsigen Inseln empor. Die schwarzen Felsen wirkten scharf und feindselig, völlig frei von jeglichem zivilen Leben. Die beiden Freunde standen wie angewurzelt da und starrten auf das fremde Land.


„Wo sind wir?“, flüsterte Jun, seine Stimme brach, als er sich in der stillen, felsigen Bucht umsah. „Min-ho, wir haben uns völlig verirrt. Wir sind meilenweit blind diesem Bildschirm gefolgt.“ Min-ho starrte auf den leeren Horizont, während sich in seinem Magen ein tiefer Knoten der Panik bildete. Sie waren völlig von der Welt abgeschnitten und trieben in der Nähe einer gefährlichen, unbekannten Küste.