Ein kleines Fischerboot folgte einem riesigen Fischschwarm in dichten Nebel hinein. Als sich der Nebel schließlich lichtete, wurde ihnen ihr schwerwiegender Fehler bewusst. 

Stunden später lagdie „Sea Venture“ sicher in ihrem Heimathafen vor Anker, umgeben von den blinkenden Lichtern der Küstenwache. Die beiden Freunde waren in Sicherheit, in warme Decken gehüllt, und tranken heißen Tee am Kai. Min-ho und Jun standen neben dem Rumpf und unterhielten sich mit dem leitenden Rettungsoffizier. Jun deutete zurück auf den winzigen, grünen Bildschirm des Fischfinders, der in der Kabine noch immer leuchtete.


„Wir haben auf unserem Bildschirm nur einen kleinen, normal großen Punkt gesehen“, erklärte Jun und schüttelte den Kopf. „Wir hatten absolut keine Möglichkeit zu erkennen, dass es sich um ein riesiges Kriegsschiff handelte. Wir dachten, es wäre nur ein großer Schwarm Makrelen.“ Der Offizier nickte mitfühlend und legte eine Hand um sein Klemmbrett. „Machen Sie sich keine Vorwürfe. Diese U-Boot-Klasse nutzt hochentwickelte Tarnkacheln. Das sind spezielle Blocker, die Sonarsignale absorbieren und so ein riesiges, mehrere Tonnen schweres Kriegsschiff auf zivilen Bildschirmen als harmloses Meereslebewesen tarnen.“


Min-ho sah Jun an, und ein müdes, aber erleichtertes Lächeln durchbrach schließlich seine Erschöpfung. „Na ja, Jun … wir reden doch immer davon, dass wir das Größte im Ozean fangen wollen. Wir hätten fast ein ganzes U-Boot mit nach Hause gebracht.“ Jun lachte und blickte auf den ruhigen Hafen hinaus. „Lassen wir die Militärwaffen in Ruhe und versuchen wir es morgen noch einmal, Kapitän.“ Zumindest hatten sie jetzt die Möglichkeit dazu.