Am folgenden Nachmittag traf sich Hannah mit der Tochter, Clara, in Millers Hinterzimmer. Clara war makellos gekleidet, die Arme fest vor ihrer Seidenbluse verschränkt. Sie beharrte darauf, dass der Alexandrit über vier Generationen ihrer Familie weitergegeben worden sei und ursprünglich von einer Urgroßmutter in St. Petersburg stamme.
„Es ist ein heiliges Familienerbstück“, beharrte Clara, ihre Stimme vor Wut angespannt. „Es war nie dazu bestimmt, von nachlässigen Nachlassverwaltern für einen Spottpreis verkauft zu werden. Sie nutzen einen Fehler aus.“
Hannah hörte schweigend zu und stellte dann eine einfache Frage. „Hast du ein Foto, auf dem deine Mutter ihn trägt? Ein altes Versicherungsgutachten? Irgendetwas?“ Clara erstarrte. Sie gab zu, dass es keine Unterlagen gab; ihre Mutter war bekannt dafür gewesen, sehr verschlossen zu sein und Banken zu misstrauen. Das Fehlen von Unterlagen wirkte verdächtig, aber Claras Verzweiflung war zweifellos echt.