Eine Juwelierin sieht ihren 13-Dollar-Ring – und dann wird ihr klar, dass sich ihr Leben bald ändern wird…

Hannah saß an ihrem Küchentisch, links von ihr die Quittung, rechts das gemmologische Gutachten. Rechtlich gesehen war die Lage eindeutig: Sie hatte den Gegenstand in gutem Glauben bei einer öffentlichen Versteigerung erworben. Die Quittung über dreizehn Dollar belegte ihr unbestrittenes Eigentumsrecht. Sie könnte den vollen Auktionspreis einkassieren.

Doch als sie den Ring in den Händen hielt, kamen die Erinnerungen an ihre eigene Trauer und die Last verlorener Dinge wieder hoch. Das Geld zu behalten, das eigentlich dazu gedacht war, den gestohlenen Lohn einer arbeitenden Frau zu bezahlen, fühlte sich an, als würde sie einen Fluch mit sich herumtragen.

Hannah rief Maeve an und bat sie, zu Millers Laden zu kommen. Sie lud auch Clara ein, die blass aussah, nachdem sie den Geständnisbrief ihrer Mutter gelesen hatte. Hannah legte den Ring auf die Glastheke zwischen ihnen. „Wir werden das ordnungsgemäß verkaufen“, sagte Hannah. „Und wir werden das in Ordnung bringen.“