Hannah beauftragte einen lokalen Archivforscher, die Geschichte des Nachlasses zu ergründen. Die Unterlagen führten zu Maeve Ellis, einer Frau, die fast dreißig Jahre lang als Evelyns Haushälterin mit Wohnrecht gearbeitet hatte, bis sie sechs Monate vor Evelyns Tod plötzlich entlassen wurde.
Hannah spürte Maeve in einer bescheidenen Seniorenwohnung im Süden der Stadt auf. Bei einer Tasse Tee erkannte die ältere Frau den Ring auf einem Foto sofort.
„Evelyns Ehemann hat mir den Ring 1968 geschenkt“, erklärte Maeve leise. „Während der Immobilienkrise hatten sie zwei ganze Jahre lang kein Geld mehr, um meinen Lohn zu bezahlen. Er konnte mich nicht in bar bezahlen, also gab er mir den Ring seiner Mutter als Sicherheit. Aber nachdem er gestorben war, nahm Evelyn ihn aus meiner Kommode zurück. Sie behauptete, eine Bedienstete habe kein Recht, echtes Gold zu besitzen.“