Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Haustiere und ihrer selbst rief Leo einen befreundeten Tierarzt aus der Gegend an, um Rat zu fragen, und schaffte es schließlich, eines der „schlafenden“ Eichhörnchen sicher in die Praxis zu bringen, um dort einen schnellen diagnostischen Bluttest durchführen zu lassen. An diesem Abend ging Leo zu Claras Veranda hinüber, sein Handy in der Hand und mit einem Ausdruck purer, unverfälschter Verwirrung im Gesicht. Der Tierarzt hatte gerade mit den verblüffenden Laborergebnissen zurückgerufen.
„Das Tier ist nicht krank und wurde auch nicht mit herkömmlichen Giften oder Beruhigungsmitteln betäubt“, flüsterte Leo, während er die SMS vorlas. „Die Wahrheit ist: Es ist schwer und gefährlich betrunken. Sein Blutalkoholspiegel liegt völlig außerhalb der Skala.“ Diese Enthüllung verblüffte sie beide. Die Theorie vom böswilligen Streich nahm eine noch viel seltsamere Wendung. Nun waren sie überzeugt, dass ein örtlicher Widerling absichtlich riesige Schalen mit hochprozentigem Alkohol tief im Gebüsch hinter ihren Häusern stehen ließ.