Tief beunruhigt ging Clara zu dem Holzzaun hinüber, der ihr Grundstück von dem ihres Nachbarn Leo trennte. Zu ihrer Überraschung stand Leo bereits in seinem Garten und starrte ausdruckslos auf zwei regungslose Krähen auf seinem Rasen. Als Clara ihm schilderte, was sie entdeckt hatte, wurde Leo blass.
„Ich dachte schon, ich würde den Verstand verlieren“, gab Leo zu und beugte sich über den Zaun. „Seit gestern habe ich drei verschiedene Eichhörnchen gefunden, die völlig eingeschlafen waren.“ Als Clara das seltsame, menschenähnliche Pfeifen erwähnte, das sie gehört hatte, schnippte Leo mit den Fingern. „Das habe ich auch gehört! Gegen zwei Uhr morgens. Eine scharfe, hohe Melodie.“
Abgeschieden vom Rest der ruhigen Wohnsiedlung kamen die beiden Nachbarn schnell zu einer düsteren Schlussfolgerung. Jemand musste sich auf ihren Grundstücken herumschleichen und ihnen einen kranken, ausgeklügelten Streich spielen. Die vorherrschende Theorie war, dass ein Einheimischer absichtlich die Wildtiere an ihre gemeinsame Baumgrenze lockte und an ihnen Experimente mit starken Betäubungsmitteln durchführte.