Warum indische Toiletten langsam verschwinden
HeutewerdenToiletten im indischen Stil vielerorts langsam ersetzt, insbesondere in Städten. In neuen Wohnungen, Hotels, Flughäfen, Büros und Einkaufszentren werden heute oft Toiletten im westlichen Stil gewählt, da sie internationalen Gästen vertrauter und für ältere Nutzer bequemer sind. Außerdem passen sie zum modernen Badezimmer-Look, den viele Hausbesitzer mittlerweile eindeutig bevorzugen.
Aber der Wandel ist nicht immer ein klarer Abschied. In manchen gefliesten Badezimmern findet man noch immer eine Mischform aus Hocktoilette und westlichem Toilettensitz. Es sieht aus wie ein Kompromiss zwischen zwei Gewohnheiten: Die alte, niedrige Badezimmergestaltung bleibt erhalten, aber die Nutzer haben die Möglichkeit, sich hinzusetzen. Es ist nicht besonders glamourös, aber es erzählt die ganze Geschichte in Porzellan, und zwar recht anschaulich.
Gleichzeitig behalten viele Haushalte die Gewohnheit der Wasserreinigung auch nach dem Einbau einer westlichen Toilette bei. Die Handbrause neben dem Sitz ist heute ein gängiger, praktischer Mittelweg. Die ältere Toilette verschwindet also nicht, weil die Menschen plötzlich entschieden hätten, dass sie keinen Sinn mehr macht. Sie verschwindet, weil sich die Wohnungen, die Körper, die Gäste und die Erwartungen an den Komfort verändert haben. Die Gewohnheit reicht Jahre zurück, aber das Badezimmer wandelt sich langsam und unbeholfen zu etwas Neuem, Renovierung für Renovierung, wobei die alten Gewohnheiten still und leise mitkommen.