Elias wusste, dass er Barnaby nicht ewig warten lassen konnte. Der Hund wurde dünner, sein Geist erodierte angesichts des unerbittlichen Zeitplans der Stadt. Statt die Türen zu schließen und wegzufahren, wie er es schon dutzende Male getan hatte, tat Elias an diesem Dienstag etwas, was er in zwanzig Jahren Dienst noch nie getan hatte. Er stellte den Bus in die Parkposition, stand von seinem Sitz auf und trat auf den Bürgersteig.
Er kniete sich vor dem Golden Retriever auf den kalten Beton. „Er kommt heute nicht, Barnaby“, sagte Elias leise, und in seiner Stimme schwang eine plötzliche, ungebetene Emotion mit. Zum ersten Mal seit drei Wochen löste der Hund seinen Blick von den Bustüren und schaute Elias direkt in die Augen. Es war ein Blick des Wiedererkennens, als ob der Hund endlich begriff, dass dieser Mann in der blauen Uniform derjenige war, der ihn jeden Morgen durch die Dunkelheit getragen hatte.