Tiger bekommt Hilfe vom Fotografen – Die Wahrheit brachte sein Blut zum Kochen

Das Gewehr gab ein scharfes „Pfft“ von sich. Der rosafarbene Pfeil schlug in Agnis Hinterteil ein. Der Tiger gab einen schwachen, reflexartigen Tritt ab, sein Kopf hob sich einen Zentimeter aus dem Dreck, bevor er wieder in die Blätter sank. „Bewegung! Wir haben weniger als zwanzig Minuten, bevor die Hitze sein Herz belastet“, rief Shrestha und winkte die Ranger nach vorne. Ein 400 Pfund schweres Raubtier durch das dichte, schlammige Dschungelgebiet zu transportieren, ist eine logistische Unmöglichkeit.


Als das Team Agni auf die Pritsche wuchtete, hatte sich der Himmel bereits violett verfärbt. Ein plötzlicher, heftiger Monsunregen brach über die Baumkronen herein und verwandelte die Feldwege in tückische Scheiben aus rotem Lehm. Der Lkw schaffte es nicht mehr zurück zur Hauptklinik. Sie mussten umkehren. Das Team stellte das Fahrzeug rückwärts unter einen baufälligen hölzernen Patrouillenposten und spannte schwere, blaue Planen auf, um die offene Ladefläche vor dem strömenden Regen zu schützen.