U-Boot taucht mitten in der Stadt auf – dann werfen Wartungsarbeiter einen Blick hinein

Die Menge versammelt sich

Um fünf Uhr hatte sich die Nachricht auf eine Weise verbreitet, wie es nur in einer Kleinstadt möglich ist – schnell, verworren und unaufhaltsam. Eine Frau, die mit ihrem Hund spazieren ging, hatte den aus dem Steg herausragenden Schiffsrumpf fotografiert. Das Bild wurde gepostet und geteilt, und innerhalb von neunzig Minuten wurde es von drei regionalen und einer nationalen Nachrichtenseite aufgegriffen. Als Declan sein drittes Telefonat mit dem städtischen Büro für Notfallplanung beendet hatte, standen bereits sechzig Menschen mit erhobenen Telefonen und verrenkten Hälsen am Ufer des Kanals Schlange.

Die Polizei traf ein, um die Gegend abzusperren. Dann tauchte ein Denkmalschutzbeauftragter der Stadtverwaltung auf, mit einem Klemmbrett in der Hand, und sprach vorsichtig über Protokolle. Von irgendwoher tauchte ein Mann auf, der behauptete, ein maritimer Historiker zu sein, und begann, jedem, der zuhören wollte, einen improvisierten Vortrag zu halten. Die Stimmung am Ufer war festlich und seltsam – halb Jahrmarkt, halb Tatort.

Declan stand an der Absperrung und sah sich das U-Boot an. Ein Team der Pumpbehörde hatte auf seinen Befehl hin die Entleerung fortgesetzt. Jetzt war mehr vom Rumpf zu sehen – ein Kommandoturm, gedrungen und leicht geneigt, der wie ein krummer Finger aus dem Schlick ragte. Jemand in der Menge hinter ihm stieß einen leisen Pfiff aus.