„Warum stand in deinen Briefen nichts über Mark und Sarah?“, fragte Daniel, obwohl er die Antwort, die sich in Lauras Augen abzeichnete, bereits verstand. Sie habe wie immer jede Woche geschrieben, erklärte sie, aber die letzten paar Briefe seien irgendwo zwischen zwei Krankenhausaufenthalten und den erschöpfenden Nächten an Sarahs Bett verloren gegangen. Sie habe sich nicht getraut, etwas zu schreiben, das ihn beunruhigen könnte.
Er zog sie in eine Umarmung, die länger dauerte, als es wohl beide erwartet hatten, und die seltsamen Entdeckungen im Badezimmer ergaben endlich Stück für Stück einen Sinn. Irgendwo tief in seiner Brust verwandelte sich die Angst, die er seit dem Öffnen jener Tür mit sich getragen hatte, in etwas Sanfteres, etwas, das eher dem Stolz auf die Person glich, zu der sie geworden war, während er fort war.
Von der Treppe aus brachte Mark ein müdes Lachen zustande. „Willkommen zu Hause, übrigens. Tut mir leid wegen der Polizeieskorte.“ Von oben hörten sie leise Sarahs Stimme, die fragte, ob alles in Ordnung sei. „Alles ist gut“, rief Laura zurück und blickte dann zu Daniel auf, als könne sie immer noch nicht ganz glauben, dass er schon so früh dort stand. „Du hättest das eigentlich alles erst sehen sollen, wenn ich Gelegenheit gehabt hätte, es dir richtig zu erklären.“ Daniel schüttelte nur den Kopf und hielt sie fester fest. Manche Überraschungen, so stellte sich heraus, galten für beide Seiten.