Er stieß auf etwas im Boden, das seinen 40-Tonnen-Bagger zum Wanken brachte – was darin eingefroren war, machte alle sprachlos

Die zweite Schicht bestand aus dickem, makellosem Obsidian– vulkanischem Glas. Dem Geologen verschlug es die Sprache. Wolframerz und vulkanisches Glas, die perfekt ineinander verschachtelt waren, zu finden, war geologisch unmöglich. Vulkanisches Glas entsteht durch schnelle Oberflächenabkühlung von geschmolzener Lava, während Wolframmineralien über Jahrtausende hinweg durch überhitzte Flüssigkeiten aus dem Erdinneren abgelagert werden. Dass sie wie ein bewusst zusammengestelltes Set russischer Matroschka-Puppen angeordnet waren, ergab wissenschaftlich keinen Sinn.


Die Crew war nun völlig fasziniert. Sie holten eine spezielle Kreissäge mit Diamantblatt herbei, die normalerweise zum Anritzen von Betonrohren verwendet wird. Mit äußerster Präzision schnitten sie eine flache Rille in das schwarze Glas und klopften dann vorsichtig mit einem Kupferstichel darauf. Eine massive, gewölbte Obsidianplatte löste sich und rutschte in den Schlamm. 


Unter dem schwarzen Glas lag eine dritte, völlig andere Substanz. Es war weder kaltes Gestein noch scharfes Glas. Es war ein dichtes, tieforangefarbenes, halbtransparentes Material, das leuchtete, als die Crew ihre leistungsstarken Arbeitsscheinwerfer darauf richtete. Es war Bernstein– das versteinerte, verhärtete Harz prähistorischer Bäume.