Elias wurde im Führungsfahrzeug mitgenommen, sein Blick war auf den Nordpass gerichtet. Sie kamen gerade an, als die Wilderer zum Anhalten gezwungen wurden. Die Ranger hatten den Geländewagen fachmännisch eingekesselt und die Insassen mit starken Scheinwerfern geblendet. Als Elias mit weichen Knien aus seinem Fahrzeug stolperte, sah er, wie sich das Veterinärteam dem Lastwagen näherte. Die Türen wurden aufgehebelt, und das Veterinärteam holte das verängstigte, aber noch lebende Kalb aus dem Kofferraum.
Das Kalb stieß ein leises, zitterndes Grunzen aus, als es Elias erkannte, und seine Beine gaben vor lauter Erschöpfung nach. Das Tierärzteteam untersuchte das Kalb auf Verletzungen, während die Ranger den Tatort sicherten und die Wilderer verhafteten. Die Luft, die vor Anspannung und drohendem Verlust dick gewesen war, begann sich schließlich zu lichten. Elias kniete neben dem Kalb, flüsterte leise, rhythmische Klicks und beobachtete, wie das Leben in die Augen des Tieres zurückkehrte. Die Wilderer waren gefesselt, ihr Raub war nichts weiter als ein misslungenes, verzweifeltes Verbrechen.