Hund bringt Welpen zur Welt – als die Tierärztin sie sieht, sagt sie: „Das sind keine Welpen!“

Sie ließen die Neugeborenen in der Klinik unter Wärmelampen und unter Aufsicht einer Krankenschwester zurück, und die Rehabilitatorin war bereits auf dem Weg. Dr. Maren wollte Luna nicht mitnehmen, aber die Hündin wurde wütend, als Ava versuchte, ohne sie zu gehen. Schließlich saß Luna in ein Handtuch gewickelt auf dem Rücksitz und lehnte ihren Kopf schwach gegen das Fenster. Ihre Augen blieben die ganze Fahrt über offen.

Die Felder hinter Avas Häuschen waren aufgeweicht. Das Wasser setzte sich in den Reifenspuren ab wie mattes Glas. Dr. Maren trug eine medizinische Tasche, und Ava hielt Lunas Leine kurz, weil sie befürchtete, der Hund würde zusammenbrechen, wenn sie zu stark zog. Luna ging nicht in den Pflanzschuppen. Sie ging daran vorbei, ohne hineinzuschauen. Stattdessen führte sie die beiden über den kaputten Zaun hinaus, durch das nasse Gras und in Richtung des Abflusskanals am Hollow Creek.

Ava war dort einmal spazieren gegangen und hatte den Ort sofort gehasst. Es roch nach abgestandenem Wasser und verrostetem Metall, und um das Betonrohr wuchsen dicke Brombeerstöcke. Als sie näher kamen, begann Luna zu zittern. Dann hörte Ava es. Ein schwacher Schrei, der irgendwo aus dem dunklen Mund des Dükers kam. Dr. Maren streckte eine Hand aus. „Halt“, sagte sie. Denn unter diesem Schrei lag ein anderes Geräusch. Ein tiefes, warnendes Knurren.