Hund bringt Welpen zur Welt – als die Tierärztin sie sieht, sagt sie: „Das sind keine Welpen!“

„Das sind keine Welpen.“ Dr. Maren sagte es so leise, dass Ava fast dachte, sie hätte es sich eingebildet. Der Untersuchungsraum war warm, die Wärmelampe glühte über einem mit Handtüchern ausgelegten Wäschekorb. Darin lagen sechs winzige Neugeborene, die sich aneinander schmiegten und quiekten, die Augen geschlossen, die Körper noch feucht von der langen Nacht zuvor.

Ava hielt sich an der Kante des Metalltisches fest. „Was soll das heißen, es sind keine Welpen?“ Ihr geretteter Schäferhund-Mix, Luna, lag erschöpft, aber munter auf einer Decke neben Avas Füßen. Sie hatte während des Sturms entbunden, versteckt in dem alten Schuppen hinter Avas Haus. Ava hatte sie dort vor Sonnenaufgang gefunden, umgeben von dem, was sie für einen vollen Wurf hielt.

Dr. Maren antwortete nicht sofort. Sie beugte sich näher heran und betrachtete die Neugeborenen eines nach dem anderen. Zwei waren blass, rund und eindeutig hundeähnlich. Die anderen vier waren dunkler, kleiner und hatten seltsam scharfe Züge, mit schmalen kleinen Gesichtern, die die Miene der Tierärztin verengen ließen. Ava zwang sich zu einem nervösen Lachen und sagte: „Für mich sehen sie wie Welpen aus.“ Dr. Maren sah Luna an, dann wieder den Korb. „Sie sehen aus wie Neugeborene“, sagte sie vorsichtig. „Aber irgendetwas ist hier merkwürdig…“