Das Geräusch hallte länger nach, als es hätte sein sollen. Scharf. Erschütternd. Fehl am Platz. Milo zuckte heftig zusammen. Sein kleiner Körper drückte sich fester an Arjuns Hals, seine Nägel gruben sich in den Stoff, während sein Kopf in Richtung der Geräuschquelle schnellte. „Hey, ganz ruhig“, sagte Arjun schnell und senkte seine Stimme. „Es ist alles in Ordnung.“ Aber Milo hörte nicht zu. Seine Atmung veränderte sich. Schnell. Unregelmäßig. Panik.
Arjun spürte sie sofort. „Macht Platz“, rief er und veränderte seine Haltung. „Macht ihm Platz.“ Ein paar Leute traten zurück. Aber nicht genug. Der Lärm der Menge wurde nicht leiser, er wurde größer. Fragen. Bewegung. Verwirrung. Zu viel. Milo kletterte höher auf Arjuns Schulter, packte fester zu, sein ganzer Körper war angespannt.
Einen kurzen Moment lang erstarrte er. Dann klirrte etwas anderes in der Ferne. Nicht so laut. Aber genug. Milo zuckte zusammen. Und sprang. Direkt von Arjun’s Schulter. „Milo-!“ Arjun stürzte sich mit ausgestreckten Armen nach vorne. Aber er fing nichts. Nur Luft. Milo schlug hart auf das obere Geländer auf und rang wild nach dem Gleichgewicht, die Hände schlugen gegen das Metall. Die Menge schrak zurück. Ein Aufschrei ging durch die Menge. Arjun bewegte sich schnell. „Bleibt zurück!“, rief er. Aber Milo blieb nicht stehen. Das konnte er nicht.
Seine Augen huschten wild umher und dann sprang er wieder.