Die Zeit verging wie im Fluge. Ricky hatte sich nicht von seinem Platz bewegt. Nicht ein einziges Mal. Der Korridor blieb derselbe. Dieselben Lichter. Dieselbe Stille. Keine Neuigkeiten. „Es ist noch niemand rausgekommen…“, sagte seine Schwester leise. Ricky antwortete nicht. Seine Augen blieben auf die Türen gerichtet, durch die Jolene verschwunden war. Dann trat endlich eine Krankenschwester heraus. Sie ging auf sie zu, zuerst schnell… dann langsamer.
Ein angespanntes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. „Wir beobachten sie genau“, sagte sie. „Der Arzt ist noch bei ihr.“ Ricky beugte sich leicht vor. „Geht es ihr gut?“ Eine Pause. Kaum merklich. „Sie ist in guten Händen.“ Und einfach so wandte sie sich ab.
Ricky sah ihr hinterher. Sie verließ den Raum nicht. Stattdessen blieb sie bei der Schwesternstation stehen und nahm den Hörer ab. Ihre Stimme wurde leiser, aber ihr Blick wanderte weiter. Zurück zu ihm. Einmal. Und dann wieder. Rickys Magen zog sich zusammen.
Dreißig Minuten später öffneten sich die Türen. Zwei Beamte traten ein. Sie sprachen mit der Krankenschwester. Dann sahen alle drei zu ihm hinüber. Direkt zu ihm.